Dashboard🏙️ Trip nach Stockholm

ca. 75 km · 1:05–1:25 h

Trip nach Stockholm

Stockholm ist ab Urö brygga ein sehr machbarer Tagesausflug – die halbe Strecke ist E18. Der schwierige Teil ist nicht die Fahrt, sondern das letzte Stück: Innenstadtmaut, teure Parkhäuser und ein Dreijähriger, der abends noch zurück aufs Boot muss. Deshalb steht hier zuerst, wie ihr hinkommt und wo das Auto steht – und danach erst, was ihr macht.

Letztes Taxiboot mit Gula Båten vorher abstimmen – das ist eure echte Deadline, nicht die Museumsöffnungszeit.

Wie ihr hinkommt

Vier Varianten, sortiert nach dem, was mit einem Dreijährigen und einer Dreizehnjährigen am besten funktioniert.

Empfehlung

ca. 55 km · 45–60 Min. Auto + 15 Min. U-Bahn

Park & Ride in Danderyd

Für einen normalen Stadt- und Museumstag mit beiden Kindern.

Ihr fahrt über die E18 bis kurz vor Stockholm und lasst das Auto an der Infartsparkering Danderyds sjukhus stehen. Der Parkplatz liegt direkt am U-Bahnhof, außerhalb der Mautzone, und ist mit Abstand die günstigste Lösung: rund 5 SEK pro Stunde, maximal 30 SEK am Tag (werktags 7–16 Uhr). Von dort fährt die rote Linie in gut 15 Minuten bis T-Centralen. Kein Stau, keine Parkplatzsuche, keine Trängselskatt.

  1. 1Urö brygga → E18 Richtung Stockholm, Ausfahrt Danderyds sjukhus
  2. 2Infartsparkering Vendevägen (direkt am U-Bahnhof), Parkschein sichtbar auslegen
  3. 3Rote Linie Richtung Fruängen/Norsborg → T-Centralen (ca. 15 Min.)
  4. 4Von T-Centralen: Bus 69 oder Fähre nach Djurgården, zu Fuß nach Gamla Stan

Kosten: ca. 30 SEK Parken + ca. 45 SEK je Fahrt und Person (unter 7 gratis)

Bequem, aber teuer

ca. 75 km · 1:05–1:25 h

Direkt mit dem Auto bis Djurgården

Wenn ihr viel Gepäck habt, Emil im Auto schlafen soll oder spontan früher zurück wollt.

Djurgården ist die Museumsinsel: Vasa, Skansen, Junibacken und Gröna Lund liegen alle zu Fuß beieinander. Das Auto direkt dorthin zu bringen, spart Laufwege – kostet aber. Ihr zahlt Trängselskatt bei der Einfahrt und 75–80 SEK pro Stunde fürs Parken, ein Tag liegt also schnell bei 600–700 SEK. Die Plätze auf Djurgården sind Freiflächen und ab 10 Uhr im Sommer meist voll.

  1. 1E18 → Roslagsvägen → Stadt (hier greift die Trängselskatt)
  2. 2Über Djurgårdsbron auf die Insel
  3. 3Parkplätze: Skeppsholmsviken (nächstes zu Gröna Lund), Galärvarvsvägen am Nordiska museet, Sirishovsvägen, Rosendalsvägen
  4. 4Bezahlen per App – EasyPark oder Parkster, Automaten nehmen keine Bargeld-Scheine

Kosten: 75–80 SEK/Std. Parken + 11–45 SEK Maut je Durchfahrt

Das schönste Erlebnis

ca. 45 km Auto + ca. 1 Std. Boot

Mit dem Schärenboot ab Vaxholm

Wenn der Weg selbst der Ausflug sein darf – und für Emil das Highlight des Tages.

Ihr fahrt nur bis Vaxholm, parkt dort deutlich einfacher und günstiger als in der Stadt und nehmt das Schärenboot nach Stockholm. Es legt an der Strömkajen an, direkt unterhalb des Grand Hôtel, gegenüber vom Schloss – ihr steht also sofort mitten in der Altstadt. Kinder unter 7 fahren gratis, 7 bis 19 Jahre zum halben Preis. Keine Maut, kein Parkhaus, dafür feste Abfahrtszeiten: Rückfahrt vorher heraussuchen und notieren.

  1. 1Urö brygga → Vaxholm (ca. 45 km), am Hafen parken
  2. 2Waxholmsbolaget oder Strömma ab Vaxholm → Strömkajen (45–75 Min.)
  3. 3Ankunft mitten in der Stadt: Schloss und Gamla Stan direkt gegenüber
  4. 4Rückfahrt vorher fixieren – die letzten Abfahrten sind früher, als man denkt

Kosten: Boot ca. 100–190 SEK je Erwachsenem und Strecke, Emil gratis

Ohne Auto in der Stadt

ca. 35 km Auto + ca. 70 Min. Bus

Bus 676 ab Norrtälje

Wenn ihr sowieso in Norrtälje seid oder niemand in der Stadt fahren will.

Ab Norrtälje Busstation fährt die Linie 676 über die E18 direkt bis Tekniska högskolan in Stockholm, rund 70 Minuten. Von dort mit der roten U-Bahn-Linie weiter in die Innenstadt. Auto in Norrtälje abstellen, im Bus schlafen lassen, in der Stadt komplett autofrei unterwegs sein – für einen Regentag mit Museen die entspannteste Variante.

  1. 1Urö brygga → Norrtälje Busstation (ca. 35 km)
  2. 2Linie 676 → Tekniska högskolan (ca. 70 Min., mehrmals stündlich)
  3. 3Rote Linie → T-Centralen oder Slussen
  4. 4Zurück: letzte Verbindungen am Abend vorher prüfen

Kosten: SL-Ticket, kontaktlos mit Bankkarte am Einstieg

Trängselskatt – die Innenstadtmaut

Wann
Montag bis Freitag, 06:00–18:30 Uhr
Wann nicht
Samstag, Sonntag, Feiertage, Tag vor einem Feiertag – und der komplette Juli
Betrag
11–45 SEK je Durchfahrt, je nach Uhrzeit
Tagesmaximum
135 SEK (Hochsaison ab 15. August), davor 105 SEK
Ausländische Kennzeichen
zahlen ebenfalls – die Rechnung kommt später per Post
Vor Ort zu tun
nichts: keine Schranke, keine Vignette, Kameras erfassen das Kennzeichen

Für eure Woche heißt das: Am Freitag, 14. August gilt noch das niedrigere Tagesmaximum, ab Samstag, 15. August die Hochsaison. An einem Samstag oder Sonntag fahrt ihr komplett kostenlos in die Stadt – das ist das stärkste Argument dafür, den Stockholm-Tag aufs Wochenende zu legen.

Transportstyrelsen

Wo ihr parkt

Stockholm ist beim Parken unangenehm teuer. Der Unterschied zwischen der besten und der bequemsten Lösung liegt bei rund 600 SEK am Tag.

Infartsparkering Danderyds sjukhus

Beste Wahl

Danderyd · außerhalb der Mautzone

Die mit Abstand günstigste Lösung und der Grund, warum die Park-&-Ride-Variante ganz oben steht. Werktags 7–16 Uhr kostenpflichtig, danach und an Feiertagen frei. Ein gültiges SL-Ticket bzw. der Parkschein muss sichtbar liegen.

Preis

ca. 5 SEK/Std., max. 30 SEK/Tag

Fußweg

0 Min. zur U-Bahn, 15 Min. bis T-Centralen

Karte

Skeppsholmsviken

Djurgården · bei Gröna Lund

Der günstigste und praktischste Platz auf Djurgården selbst. Freifläche, keine Reservierung möglich – im Sommer ab dem späten Vormittag voll. Wer hier parken will, sollte vor 10 Uhr da sein.

Preis

ca. 75 SEK/Std.

Fußweg

5 Min. zu Gröna Lund, 8 Min. zum Vasamuseet

Karte

Galärvarvsvägen / Nordiska museet

Djurgården · direkt an der Brücke

Der kürzeste Weg zum Vasamuseet und zu Junibacken – mit einem Dreijährigen ist das bares Geld wert. Entsprechend früh belegt.

Preis

ca. 75–80 SEK/Std.

Fußweg

3 Min. zum Vasamuseet, 5 Min. zu Junibacken

Karte

Sirishovsvägen & Rosendalsvägen

Djurgården · hinter Skansen

Ausweichflächen, wenn vorne alles voll ist. Ruhiger, etwas mehr Fußweg, dafür fast immer ein Platz frei – und ihr steht nah an Rosendals Trädgård.

Preis

ca. 75 SEK/Std.

Fußweg

8–12 Min. zu Skansen

Karte

Hafenparkplätze Vaxholm

Vaxholm · für die Bootsvariante

Wenn ihr mit dem Schärenboot in die Stadt fahrt, steht das Auto den ganzen Tag hier – ohne Maut, ohne Innenstadtpreise. Vaxholm selbst lohnt vorher oder nachher einen kurzen Bummel.

Preis

deutlich günstiger als Stockholm

Fußweg

0 Min. zum Anleger

Karte

🅿️Parken in der Praxis

  • Bezahlt wird per App: EasyPark oder Parkster. Beide funktionieren mit deutscher Kreditkarte – vorher installieren, nicht erst auf dem Parkplatz.
  • Automaten nehmen kein Bargeld. Ohne Karte oder App parkt ihr in Stockholm gar nicht.
  • Rechnet auf Djurgården mit 600–700 SEK für einen ganzen Tag. Park & Ride in Danderyd kostet 30 SEK.
  • Am Wochenende entfällt die Trängselskatt komplett – der beste Tag für einen Stadtbesuch mit Auto.
  • Zurück ab 15 Uhr steht die E18 stadtauswärts. Entweder vor 14:30 Uhr los oder erst nach 18:30 Uhr – dann ist auch die Maut vorbei.

Wo ihr gut esst

Ausgewählt nach einem harten Kriterium: Funktioniert es gleichzeitig für einen Dreijährigen und eine Dreizehnjährige?

Markthalle · für alle vier

Östermalms Saluhall

Stockholms älteste Markthalle, 1888 eröffnet und aufwendig restauriert. Ein Dutzend Theken unter einem Dach: Skagenröra, Shrimps-Sandwich, Sushi, Suppe, Fleischbällchen, Konditorei. Kein Reservieren, viele Sitzplätze, mittags voll.

Mit Emil & Annika

Der beste Kompromiss, wenn ein Dreijähriger Nudeln will und eine Dreizehnjährige Sushi. Jeder holt sich das Seine, gegessen wird gemeinsam.

Djurgården · Gartencafé

Rosendals Trädgård

Biologische Gärtnerei mitten auf Djurgården: Gewächshaus-Café mit eigenem Sauerteigbrot, Kanelbullar und Kuchen, Tische zwischen Apfelbäumen und Beeten. Der entspannteste Ort der Museumsinsel.

Mit Emil & Annika

Kinder dürfen zwischen den Beeten herumlaufen, während ihr in Ruhe Kaffee trinkt. Kommt vor 12 oder nach 14 Uhr – dazwischen ist es sehr voll.

Djurgården · nordisches Bistro

Oaxen Slip

Bistro in einer alten Bootswerft am Wasser, helles Holz, offene Küche, skandinavische Klassiker auf hohem Niveau – und trotzdem völlig unprätentiös. Mittags günstiger als abends.

Mit Emil & Annika

Laut genug, dass ein Kleinkind nicht auffällt, Hochstühle selbstverständlich, und für Annika endlich mal Essen, das sich zu fotografieren lohnt. Reservieren.

Djurgården · schwedische Klassiker

Wärdshuset Ulla Winbladh

Traditionsgasthaus von 1897 mit großem Garten. Köttbullar, gebratener Hering, Toast Skagen – die schwedische Küche, wegen der man herkommt, ordentlich gemacht statt touristisch.

Mit Emil & Annika

Der Garten ist die halbe Miete: Emil kann aufstehen, ohne dass es stört. Unbedingt reservieren, besonders am Wochenende.

Södermalm · Köttbullar

Meatballs for the People

Fleischbällchen in einem Dutzend Varianten – Rind, Elch, Wild, Lachs, vegetarisch – mit Kartoffelpüree, Preiselbeeren und Rahmsauce. Kleines Lokal, große Portionen, faire Preise.

Mit Emil & Annika

Wenn ein Gericht in dieser Stadt bei einem Dreijährigen und einer Dreizehnjährigen gleichzeitig funktioniert, dann dieses. Es gibt Kinderportionen.

Innenstadt · Food Court

K25

Zehn kleine Küchen in einer ehemaligen Passage an der Kungsgatan: Ramen, Poké, Falafel, Burger, koreanisch. Laut, schnell, günstig – nach schwedischen Maßstäben regelrecht preiswert.

Mit Emil & Annika

Die stressfreieste Mittagslösung mitten in der Stadt. Kein Warten auf die Rechnung, kein festes Menü, keine Diskussion.

Gamla Stan · Fika im Innenhof

Under Kastanjen

Café an einem kleinen Platz in der Altstadt, unter einer alten Kastanie. Kanelbullar, Sandwiches, Suppe – der Ort, an dem man in Gamla Stan wirklich sitzen kann, statt nur durchzulaufen.

Mit Emil & Annika

Autofreier Innenhof: Emil kann sich bewegen, ihr behaltet ihn im Blick. Der beste Pausenpunkt zwischen Schloss und Gassen.

Innenstadt · klassische Konditorei

Vete-Katten

Konditorei von 1928, ein Labyrinth aus kleinen Räumen und einem Innenhof. Prinsesstårta, Semlor, Kanelbullar – die Fika in ihrer traditionellsten Form.

Mit Emil & Annika

Eher für einen ruhigen Nachmittag als für einen quengeligen Vormittag. Mit Kinderwagen im hinteren Bereich am einfachsten.

Södermalm · Buffet mit Aussicht

Hermans

Vegetarisches Buffet auf der Terrasse über dem Wasser, mit dem wohl besten Blick über Stockholm. Ein Preis, so viel man will, alles frisch und selbst gemacht.

Mit Emil & Annika

Buffet heißt: jeder findet etwas, keiner wartet. Für Annika die schönste Aussicht der Stadt, für Emil das schnellste Essen.

Södermalm & Gamla Stan · Eis

StikkiNikki

Bio-Gelato, alles selbst gemacht, viele vegane Sorten. Klein, unscheinbar, konstant gut – die richtige Antwort auf einen langen Museumsnachmittag.

Mit Emil & Annika

Das Bestechungsmittel der Wahl für die letzte Stunde vor der Rückfahrt.

🍽️Essen in Stockholm – gut zu wissen

  • „Dagens lunch“ zwischen 11 und 14 Uhr ist der beste Deal der Stadt: Hauptgericht, Salat, Brot und Kaffee für 130–170 SEK. Abends kostet dasselbe Gericht das Doppelte.
  • Kindermenü heißt „barnmeny“, kleine Portion „barnportion“ – gibt es fast überall, auch wenn es nicht auf der Karte steht.
  • Hochstühle und Wickeltische sind Standard, auch in guten Restaurants. Schweden ist mit kleinen Kindern entspannter als Deutschland.
  • Leitungswasser („kranvatten“) ist überall gratis und gut – einfach danach fragen.
  • Trinkgeld ist unüblich. Aufrunden reicht, meistens gar nichts.
  • Alles per Karte. Viele Lokale nehmen überhaupt kein Bargeld mehr an.

Kultur

Von Pflichtprogramm bis Geheimtipp. Drei der besten Adressen kosten keinen Eintritt.

Djurgården · das Wichtigste

Vasamuseet

Das Kriegsschiff Vasa sank 1628 nach 1 300 Metern Jungfernfahrt und wurde 1961 fast vollständig gehoben – 98 % Originalholz, 52 Meter lang, in einem eigens gebauten Museum. Es gibt in Nordeuropa nichts Vergleichbares.

Mit Kindern

Für Emil schlicht ein unfassbar großes Schiff – 30 bis 40 Minuten reichen ihm. Für Annika die ganze Geschichte inklusive Skeletten, Modell und Film. Geht früh: ab 11 Uhr wird es richtig voll, Tickets online kaufen.

Djurgården · der beste Kompromiss

Skansen

Das älteste Freilichtmuseum der Welt, 1891 gegründet: historische Höfe und Werkstätten aus ganz Schweden, dazu ein nordischer Tierpark mit Elchen, Bären, Wölfen und Luchsen. 300 000 Quadratmeter auf einem Hügel über der Stadt.

Mit Kindern

Der einzige Ort, an dem drei und dreizehn Jahre gleichzeitig glücklich sind. Lill-Skansen ist der Streichelbereich für die Kleinen. Plant drei bis vier Stunden ein und nehmt die Rolltreppe hoch – der Aufstieg zu Fuß kostet unnötig Kraft.

Djurgården · für Emil das Größte

Junibacken

Astrid Lindgrens Welt zum Betreten: Pippis Villa Kunterbunt zum Klettern, dazu der Märchenzug „Sagotåget“, der schwebend durch Michel, Ronja, die Brüder Löwenherz und Bullerbü fährt – mit Audio auf Deutsch.

Mit Kindern

Für einen Dreijährigen der Höhepunkt der ganzen Reise. Annika wird so tun, als sei sie zu alt dafür, und den Märchenzug trotzdem mögen. Zwei Stunden reichen.

Altstadt · kostet nichts

Gamla Stan & Wachablösung

Die mittelalterliche Altstadt auf ihrer eigenen Insel: ockerfarbene Fassaden, Kopfsteinpflaster, der Stortorget mit den bunten Giebelhäusern, die Storkyrkan mit dem gewaltigen St.-Georgs-Drachen von 1489 und Mårten Trotzigs gränd, die schmalste Gasse der Stadt – 90 Zentimeter.

Mit Kindern

Die Wachablösung am Königlichen Schloss gegen 12:15 Uhr (sonntags später) mit Musikkorps und Pferden ist für beide Altersstufen ein echtes Schauspiel. Zeiten am selben Tag prüfen.

Königliches Schloss · Eintritt frei

Livrustkammaren

Die königliche Rüstkammer im Keller des Schlosses: Rüstungen, Prunkkarossen, Krönungsgewänder – und das blutbefleckte Hemd, in dem Gustav III. 1792 erschossen wurde. Klein, dicht, beeindruckend, und der Eintritt kostet nichts.

Mit Kindern

Ritterrüstungen und Kutschen funktionieren bei Dreijährigen genauso zuverlässig wie bei Dreizehnjährigen. Perfekt für eine Stunde zwischendurch.

Norra Djurgården · für Annika

Tekniska museet

Schwedens Technikmuseum mit „MegaMind“: über hundert Mitmachstationen zu Wahrnehmung, Robotik und Physik – man baut, testet und probiert, statt zu lesen.

Mit Kindern

Für eine Dreizehnjährige der wahrscheinlich beste Ort der Stadt. Es gibt einen eigenen Bereich für kleine Kinder, sodass Emil parallel beschäftigt ist. Der Regentag-Retter schlechthin.

Unter dem Reichstag · Eintritt frei

Medeltidsmuseet

Ein Museum, das um eine 1978 ausgegrabene Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert herumgebaut wurde – unterirdisch, gleich neben dem Schloss. Mittelalterliche Gassen, ein Wikingerschiff, Handwerksszenen.

Mit Kindern

Klein genug für kurze Aufmerksamkeitsspannen, kostenlos und trocken. Der beste Plan B, wenn es zu regnen anfängt und ihr gerade in Gamla Stan seid.

Södermalm · Fotografie

Fotografiska

Wechselnde Fotoausstellungen in einem alten Zollhaus am Wasser, dazu ein Café im obersten Stock mit dem besten Blick auf die Altstadt. Bis spät abends geöffnet.

Mit Kindern

Kein Kindermuseum – aber für einen Teenager oft der Lieblingsort der Reise. Gut als später Nachmittag, wenn die Museen auf Djurgården schließen.

Skeppsholmen · Kinder frei

Moderna Museet

Picasso, Dalí, Matisse und starke Gegenwartskunst auf einer eigenen kleinen Insel, mit Skulpturenpark am Wasser und einer offenen Werkstatt für Kinder. Für Besucher unter 18 ist der Eintritt frei.

Mit Kindern

Die Insel selbst ist der halbe Ausflug: viel Platz, wenig Verkehr, Wasser rundherum. Die Werkstatt „Verkstan“ ist für Emil oft interessanter als die Bilder.

Kungsholmen · Nobelpreis & Turm

Stadshuset

Das Rathaus von 1923, in dem jedes Jahr das Nobelbankett stattfindet – Goldener Saal mit 18 Millionen Mosaiksteinen, Blauer Saal, und ein 106 Meter hoher Turm mit dem schönsten Blick über die Stadt.

Mit Kindern

Die Innenräume nur mit Führung, den Turm nur mit Zeitfenster und über viele Stufen. Mit einem Dreijährigen im Tragetuch machbar, im Kinderwagen nicht.

Extra für die Kinder

Was ihr einplant, wenn das Museumsprogramm gekippt ist – oder wenn es regnet.

Djurgården · Vergnügungspark

Gröna Lund

Vergnügungspark von 1883 direkt am Wasser, auf engstem Raum vollgestellt mit Achterbahnen. Für Annika Fritt Fall, Insane und Jetline; für Emil Karussells und Kinderfahrgeschäfte im hinteren Teil.

Warum es funktioniert

Eintritt und Fahrten werden getrennt bezahlt – ein Armband für unbegrenzte Fahrten lohnt sich ab etwa vier Fahrten. Abends ist die Stimmung am besten, oft mit Konzerten.

Slussen ↔ Djurgården · im Ticket enthalten

Djurgårdsfärjan

Die kleine Fähre zwischen Slussen und Djurgården, zehn Minuten über das Wasser, mitten durch den Hafen. Sie gehört zum normalen SL-Nahverkehr, ihr braucht also kein Extra-Ticket.

Warum es funktioniert

Für Kinder das beste „Verkehrsmittel“ der Stadt und praktisch eine kostenlose Hafenrundfahrt. Nutzt sie mindestens einmal statt des Busses.

Vasastan · Spielplatz

Vasaparken

Großer, modern gebauter Stadtspielplatz mit Kletterlandschaft, Wasserspiel und viel Rasen – umsonst und mitten in der Stadt.

Warum es funktioniert

Der Notausgang, wenn Emil nach dem zweiten Museum genug hat. Eine Stunde hier rettet den restlichen Tag.

Solna · auf dem Rückweg

Fjärilshuset Hagaparken

Tropisches Schmetterlingshaus mit frei fliegenden Faltern, Kolibris und einem Haifischbecken, im Grünen von Hagaparken – direkt an der Ausfallstraße Richtung Norden.

Warum es funktioniert

Klein, warm, überschaubar und perfekt als letzter Stopp: Ihr liegt damit schon auf dem Weg zurück Richtung E18 und Bergshamra.

Södermalm · für den Regentag

Eriksdalsbadet

Großes Schwimmbad mit Rutschen, Sprungturm, Außenbecken und Kinderbereich. Wenn der Stockholm-Tag verregnet wird, ist das die Rettung.

Warum es funktioniert

Funktioniert für beide Altersgruppen und kostet einen Bruchteil eines Museumstags.

Drei fertige Tagespläne

Jeweils von der ersten Bootsfahrt bis zurück nach Sviholmen gerechnet.

Plan A · Museumsinsel

Djurgården · der Klassiker

  1. 07:30Taxiboot ab Sviholmen nach Urö brygga
  2. 08:00Losfahren – vor dem Berufsverkehr auf der E18
  3. 09:00Park & Ride Danderyds sjukhus, rote Linie in die Stadt
  4. 09:45Vasamuseet, solange es noch leer ist
  5. 11:15Junibacken – zu Fuß fünf Minuten weiter
  6. 13:00Mittag im Oaxen Slip oder bei Rosendals Trädgård
  7. 14:30Skansen: Tierpark, Höfe, Lill-Skansen
  8. 17:00Djurgårdsfärjan nach Slussen, Eis bei StikkiNikki
  9. 18:00Zurück zum Auto – nach 18:30 Uhr fällt auch keine Maut mehr an
  10. 19:45Urö brygga, Taxiboot nach Hause

Praktisches

Kleinigkeiten, die den Tag deutlich einfacher machen.

Nahverkehr ohne Ticketkauf

In U-Bahn, Bus und auf der Djurgårdsfärja haltet ihr einfach die kontaktlose Kredit- oder Debitkarte ans Lesegerät. Eine Einzelfahrt kostet rund 45 SEK und gilt 75 Minuten, eine 24-Stunden-Karte etwa 175 SEK. Kinder unter 7 fahren gratis, 7 bis 19 Jahre ermäßigt.

Kinderwagen fahren gratis

Wer mit Kinderwagen im Bus durch die mittlere Tür einsteigt, zahlt nichts – eine echte schwedische Eigenheit und mit einem Dreijährigen bares Geld wert.

Zwei Ziele pro Tag sind das Maximum

Mit drei und dreizehn Jahren gleichzeitig funktioniert kein Programm mit vier Museen. Zwei Hauptziele plus eine lange Pause im Freien – das ist ein guter Tag, alles andere wird ein Kampf.

Legt den Tag aufs Wochenende

Samstag und Sonntag entfällt die Trängselskatt komplett, die E18 ist leerer, und die Museen öffnen genauso. Der einzige Nachteil: Djurgården ist voller.

Rückweg einplanen, nicht improvisieren

Die letzte Bootsfahrt mit Gula Båten ist die echte Deadline des Tages. Stimmt die Uhrzeit morgens ab und rechnet auf der E18 eine halbe Stunde Puffer ein.

Alles per Karte

Museen, Fähren, Parkautomaten, Eisdielen – Bargeld nimmt in Stockholm fast niemand mehr an. Zwei Karten dabeihaben, eine reicht nicht.